Was ist unter Seegang zu verstehen?
Auch auf hoher See gibt es schlechtes Wetter!
Es gibt wohl nichts Schöneres als mit dem eigenen Schiff auf hoher See die Wellen zu brechen. Besonders bei Sonnenschein und guter Sicht überzeugen das strahlende Wasser. Trotzdem besteht immer das Risiko von Schlechtwetter. In einem solchen Fall ist es vorteilhaft, über das nötige Wissen rund um Seegang, Wetter und Wind zu verfügen!
Seegang, Wind und Wetter
Zunächst muss die Frage beantwortet werden, wie überhaupt Wellen entstehen. Dies kann auf Wind zurückgeführt werden. Dadurch bilden sich Wasserwellen. Durch diesen verändern sich die Wellenlänge und die Wellenhöhe. Unter Ersterer kann der räumliche Abstand zwischen zwei nebeneinanderliegenden Wellenbergen verstanden werden. Die Wellenhöhe hingegen beschreibt den senkrechten Abstand zwischen dem Berg der Welle und deren Tal. Aus dem Verhältnis der beiden ergibt sich die Steilheit der Welle.
Das Ergebnis dieser Einwirkung des Windes auf die Bewegung des Wassers wird als Windsee bezeichnet. Zusammen mit der noch zu erklärenden Dünung bildet diese den sogenannten Seegang.
Aufgrund dieser Wellenlänge und -höhe kann auch zwischen verschiedenen Arten von Wellen unterschieden werden. Diese können in neun Stufen des eingeteilt werden, wobei pro Stufe sowohl die Länge als auch die Höhe der Wellen kontinuierlich zunimmt. Beispielsweise liegt eine schwach bewegte See bei einer Wellenlänge von bis zu 25 Metern und einer Wellenhöhe von bis zu einem Meter vor. Im Gegensatz dazu kann bei Wellen mit einer Länge von bis zu 200 Metern und einer Höhe von 10 Metern von einem hohen Seegang gesprochen werden. Schwerer Seegang liegt schließlich vor, wenn die Länge der Wellen größer als 250 Meter ist und deren Höhe mehr als 12 Meter beträgt.
Sind Seegang und Dünung dasselbe?
Ab einem gewissen Zeitpunkt stehen die Wasserwellen nicht mehr unter dem Einfluss des Windes. Ab diesem Zeitpunkt breiten sie sich in Form von freien Wellen aus, welche über eine längere Wellenlänge und eine kürzere Wellenhöhe verfügen. Diese Wellen werden nicht mehr als Seegang, sondern als Dünung bezeichnet. Diese kann auch als Schwell bezeichnet werden.
Frühe Erkennung – mehr Sicherheit
Um schon im Vorhinein bestens auf die Situation auf hoher See vorbereitet zu sein, bietet es sich an Wettervorhersagen zu studieren. Diese geben auch detailliert die Windstärken an. Die Website https://wetterradar.org/ stellt nicht nur die Temperaturen zur Verfügung, sondern eignet auch für Abfragen bezüglich der hohen See.
Die Windstärke als Indikator für Risiko
Wie sich aus den vorangehenden Erklärungen ergibt, spielt der Wind im Zusammenhang mit Seegang eine entscheidende Rolle. Dementsprechend ist auch von Interesse, ab welcher Stärke dieser als gefährlich einzustufen ist. Natürlich spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle, ob die Reise mit einem Boot, Schiff oder doch einem Kreuzfahrtschiff angetreten wird. Trotz ihrer Größe und Stabilität kann Windstärke 12 (Orkan) durchaus unangenehm sein.
Starker Seegang – Welche Maßnahmen sind zu ergreifen?
Sollte der Wind eine gefährliche Stärke annehmen, ist es sinnvoll das Deck des Schiffes zu verlassen. So können Gegenstände herumfliegen, welche bei einem Zusammenstoß Verletzungen verursachen können. Am besten ist es, die Zeit unter Deck zu verbringen und sich etwas abzulenken.